Warum kandidiere ich?
Seit Beginn meiner politischen Tätigkeit ist es mein Bestreben, Missstände zu beseitigen. So bin ich 2011 in Alfter aufgrund der Hochwasserproblematik aktiv geworden.
Wofür stehe ich?
Ich bin davon überzeugt, dass Politik immer im Dienst der Menschen stehen muss und dass sie Gemeinsinn vor Eigeninteressen fördern soll. Deshalb stehe ich für eine verantwortungsvolle, parteiunabhängige Kommunalpolitik. Das Vertrauen von Teilen der Bürgerschaft in gemeindliches Handeln und politische Prozesse muss zurückgewonnen werden. Dafür suche ich den offenen, kontinuierlichen Dialog und werde auch die Vermittlung unangenehmer Wahrheiten nicht scheuen.
Ich stehe für eine sachbezogene undogmatische Politik auf dem Boden unseres Grundgesetzes. Die gute Lösung entsteht aus dem gemeinschaftlichen Ringen aller Beteiligten. Im Rat ist damit für die Bürgermeisterin die Rolle der umsichtigen und kompetenten Moderatorin gefragt. So kann es zu einer transparenten Entscheidungsfindung im Rat kommen. Leitlinien bilden für mich dabei die Gesetze und die im Rat beschlossenen Arbeitsgrundlagen. Neben Wissen und Pragmatismus bringe ich Gestaltungswillen, Engagement und Beharrlichkeit in diesen Prozess mit ein.
Themen, die mir besonders am Herzen liegen
Die finanzielle Situation der Gemeinde wird in der kommenden Wahlperiode ein alles begleitendes Dauerthema bleiben. Gerade im Bereich der freiwilligen Leistungen hat die Gemeinde keinen Handlungsspielraum. Das trifft vor allem das soziale und kulturelle Leben im Ort. Ich möchte die Idee einer Bürgerstiftung unter Beteiligung der Bürgerschaft anregen und umsetzen, damit das Gemeinwesen genau in diesen Bereichen gestärkt und aktiv werden kann.
Auf Antrag meiner Wählergemeinschaft Kompetenz für Alfter hat der Rat den bisherigen Bürgermeister beauftragt, mit einer Klage gegen die chronische Unterfinanzierung der Gemeinde gerichtlich vorzugehen. Es kann nicht so weitergehen, dass Alfter sich für die Erfüllung von durch Land und Bund übertragenen Aufgaben verschuldet und die Bürgerschaft grenzenlos zu höheren Steuern herangezogen wird. Ich bin fest gewillt, diesen Beschluss umzusetzen.
Die Konsolidierung des Haushaltes bleibt dauerhaft eine der zentralen Aufgaben. Der Haushalt muss völlig neu gedacht werden. Es muss eine Prioritätenliste erstellt werden, die die Haushaltsplanung nicht nur verbessert und erleichtert, sondern auch eine gezielte Steuerung ermöglicht.
Ob die Rechnung aufgeht, dass mit dem Abbau des Gewerbegebiets Alfter-Nord und dem Baugebiet Buschkauler Feld zusätzliche Einnahmen aus Gewerbe- und Grundsteuer in die Gemeindekasse gelangen, die höher als die damit verbundenen Kosten sind, wird sich wohl erst in der kommenden Wahlperiode zeigen. Ausgabendisziplin ist deshalb keine Kür, sondern Pflicht.
Das Klimaneutralitätskonzept zeigt: größter Emittent für CO₂ im Gemeindegebiet sind Einfamilienhäuser mit fossilen Heizanlagen. Danach folgen die motorisierten Verkehrsteilnehmer. Die kommunale Wärmeplanung muss kostengünstige Lösungen für Eigenheimbesitzer entwickeln, um einen Beitrag zur Verringerung der Treibhausgase zu leisten. Ausbau und Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie des Fahrradverkehrs sind selbstverständlich. Hier steht die Gemeinde vor einer großen Aufgabe.
Mit der Bereitstellung von Wohnraum in der Gemeinde Alfter gibt diese ein Versprechen: zum Leben im Ort wird der erforderliche Rahmen geschaffen. Verwaltungsseitig strebe ich eine enge Vernetzung aller Hilfsangebote für Jung und Alt im Gemeindegebiet und die Ermittlung von weiteren Bedarfen an. Dazu werde ich im Rahmen einer Sozialraumkonferenz alle Akteure im Ort an einen Tisch einladen und einen kontinuierlichen Austausch sicherstellen.
Und nicht zuletzt ein Wunsch: ich hätte es in Alfter gerne blühender und freundlicher! Eine ansprechende Gestaltung des Ortsbildes an den Ortseingängen oder allgemein an öffentlichen Flächen ist mir wichtig. Alfter soll positiv in den Ort hinein, aber auch nach außen strahlen. Ich lade alle bereits bestehenden Initiativen ein, ihre Ideen einzubringen und mit mir dazu in den Austausch zu gehen.
Was befähigt mich?
Für das Amt der Bürgermeisterin in Alfter mit knapp 24.000 Einwohnern sehe ich mich aufgrund meiner vielfältigen beruflichen Tätigkeitsfelder innerhalb der Verwaltung und der politischen Erfahrung aus 22 Jahren sehr gut aufgestellt. Ich bringe Wissen, vielfältige Methoden- und Strukturkenntnisse eines großen Kommunalverbandes aus unterschiedlichen Dienststellen und Fachbereichen mit, die ich in den Dienst der Gemeinde stellen werde. Insbesondere meine aktuelle Tätigkeit in einem multiprofessionellen Team mit Archäologen, Juristen, Technikern und Verwaltungsleuten zum Erhalt des kulturellen Erbes fordert die Fähigkeit, die Interessen von Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern und Investoren zielgerichtet zu einem Ausgleich zu bringen. Das ist meiner Meinung nach auch die große Herausforderung für das Amt der Bürgermeisterin in den nächsten Jahren. Es ist mein fester Wille, für die Bürgerschaft trotz schwieriger Rahmenbedingungen die bestmögliche Lösung zu entwickeln.
Ich möchte gemeinsam mit Ihnen am Zusammenhalt unserer Gemeinde arbeiten. Ein „Weiter so wie bisher“ wird es mit mir nur da geben, wo ein Großteil der Bevölkerung Nutzen und Gewinn davonträgt. Dafür bitte ich um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.
Über mich
Ich bin 55 Jahre alt und im Rheinland aufgewachsen. 2005 zogen mein Mann und ich nach Alfter. Haus und Hof eines Gemüselandwirten aus Alfter haben wir uns aus- und umgebaut. Wir haben zwei Söhne, 17 und 19 Jahre alt.
Seit 1991 bin ich Verwaltungsbeamtin beim Landschaftsverband Rheinland.
Ausbildung
- Abitur 1989 am Erzbischöflichen Gymnasium St. Ursula in Brühl
- WSS/1989 – SSS /1990 Universität zu Köln Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Geschichte und Latein
- 1991 Praktikum im Jugendamt der Stadt Brühl
- Laufbahn gehobener Dienst beim Landschaftsverband Rheinland 1991 – 1994, Staatsexamen – Dipl. Verwaltungswirtin
- Berufsbegleitende Weiterbildungen:
- „Systemischer Coach“ bei Dr. phil. Klaus Biedermann – Institut ascoach Köln
- In der Elternzeit: Weiterbildung „Qualifizierte Tagespflegeperson“ über Erzbistum Köln, Erwachsenenbildung
- ab September 2017: drei Semester Masterstudiengang (Master of Public Management) an der Hochschule für Polizei und Öffentliche Verwaltung
Beruflicher Werdegang
1994 bis 2000: Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen in den Bereichen:
Personalabteilung, Fachbereich Krankenhausvergleich, Wirtschaftspläne, Fachaufsicht im Bereich Kinder und Jugendpsychiatrie
2001-2005: Kulturdezernat, LVR Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte sowie im LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum:
Verwaltungs-/Stellenplan-/Personal- und Haushaltsangelegenheiten
Elternzeit
Seit 2010 bis heute: Kulturdezernat; LVR-Amt für Bodendenkmalpflege
Als Träger öffentlicher Belange für das kulturelle Erbe im Regierungsbezirk Düsseldorf und Köln:
Mitwirkung in sämtlichen Plan- und Genehmigungsverfahren des Baugesetzbuches, Bundesimmissionsschutzgesetzes, Energiewirtschaftsgesetzes, Abgrabungsgesetzes, Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz u.a. Fachgesetze, Allgemeines Verwaltungsrecht, Denkmalrecht, Klageverfahren im Regierungsbezirk Düsseldorf und Köln, Denkmalschutz und Denkmalpflege im denkmalrechtlichen Erlaubnisverfahren
Politischer Werdegang
Geschäftsführerin des Stadtverbandes der CDU Brühl, stellv. Vorsitzende der Frauen Union, 1999-2004 Mitglied des Kreistags des Rhein-Erft-Kreises, 1999-2002 Mitglied des Rates der Stadt Brühl, Parteiaustritt 2012.
Seit 2013 bis heute: Mitglied der Wählergemeinschaft Freie Wähler Alfter, die sich in Kompetenz für Alfter umbenannt hat.
- Seit 2014: Vorsitzende der Wählergemeinschaft
- Seit 2014: Ratsmitglied und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Gemeinderatsfraktion, Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss (bis 2020) und Ausschuss für Gemeindeentwicklung, seit 2020 Vorsitzende des Personalausschusses
- Seit 2023 Mitglied im erweiterten Vorstand des Landesverbandes Freie Wählergemeinschaften NRW e.V.

