Ein Brückenbauer zwischen Schule, Familie und Hilfe.
Die Schulzeit ist weit mehr als nur Lernen im Klassenzimmer. Sie ist eine Phase des Wachstums, der Identitätsfindung, aber manchmal auch der großen Herausforderungen. Damit kein Kind mit seinen Sorgen allein bleibt, steht in Alfter heute eine professionelle Schulsozialarbeit zur Verfügung.
Ein wichtiger Impuls für unsere Gemeinde
Dass dieses Angebot heute existiert, ist das Ergebnis unserer gezielten politischen Initiative: Im Jahr 2020 hat unsere Ratsfraktion einen Antrag auf Schaffung von Stellen für die Schulsozialarbeit gestellt. Unser Ziel war es, den Lehrkräften den Rücken zu stärken und sicherzustellen, dass alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die Unterstützung erhalten, die sie für eine gesunde Entwicklung benötigen.
Der Rat der Gemeinde Alfter hat diesen Impuls aufgegriffen und die Stellen im Stellenplan verankert. Damit wurde das Fundament gelegt, auf dem heute diese wichtige soziale Leistung der Gemeinde aufgebaut ist.
Zwischenfazit: Ein Blick in die Praxis
Am 9. Juni 2026 wurde die aktuelle Arbeit der Schulsozialarbeit im Ausschuss für Schule, Bildung, gesellschaftliche Teilhabe, Sport und Kultur detailliert vorgestellt. Diese Präsentation liefert uns ein wichtiges Zwischenfazit:
Das Netzwerk zwischen Schulen, OGS und Jugendhilfe funktioniert bereits sehr gut und die Sichtbarkeit des Angebots ist gestiegen.
Gleichzeitig zeigt die Praxis jedoch, wie massiv der Bedarf ist: Allein an einer Schule wurden seit Januar 2025 über 60 Einzelfälle dokumentiert. Dass an allen drei Schulen gleichzeitig komplexe Jugendhilfefälle aufgetreten sind unterstreicht, wie unverzichtbar diese Stellen für unsere Gemeinde geworden sind.
Was genau ist Schulsozialarbeit?
Die Schulsozialarbeit der Gemeinde ergänzt die pädagogische Arbeit der Lehrkräfte durch einen psychosozialen Ansatz und stützt sich auf drei zentrale Säulen:
- Beratung: Individuelle Hilfe bei persönlichen Krisen, Konflikten mit Mitschülern oder familiären Belastungen.
- Prävention: Durch Workshops und AGs werden soziale Kompetenzen gefördert, bevor Probleme entstehen.
- Netzwerkarbeit: Die enge Kooperation mit Eltern, dem Jugendamt, der OGS und externen Fachstellen stellt sicher, dass Familien die Hilfe erhalten, die sie wirklich brauchen.
Niederschwellige Angebote – Hilfe auf Augenhöhe
Damit es für Kinder und Jugendliche leicht fällt, Unterstützung zu finden, ist die Schulsozialarbeit direkt im Schulalltag präsent:
- Die Kummerkiste: Ein einfacher Weg, Anliegen anonym oder direkt zu äußern.
- Pausenspielstationen: Orte der Begegnung und Konfliktlösung in der Freizeit.
- Offene Gespräche: Ob bei Themen wie Freundschaften, herausforderndem Verhalten oder familiären Nöten – es wird zugehört.
Prävention stärken
Die aktuelle Situation zeigt: Die Schulsozialarbeit agiert oft noch primär auf akute Krisen (Einzelfallhilfe).
Ziel muss es sein, die Strukturen so zu stärken, dass die Schulsozialarbeit verstärkt vorbeugend wirken kann, damit die Kinder stabil und gestärkt durch ihre Schulzeit gehen können und Krisen gar nicht erst entstehen.
Schulsozialarbeit in Alfter – Weil jedes Kind eine verlässliche Unterstützung verdient.
Zum Schutz der Privatsphäre unserer Schülerinnen und Schüler verwenden wir auf dieser Seite bewusst KI-generierte Symbolbilder anstelle von echten Fotografien.

