Wo steht Alfter: Kita‑Angebot

Eine gute und verlässliche Kinderbetreuung ist für uns und unsere Bürgermeisterkandidatin Sandra Semrau ein Herzensanliegen. Dennoch gab es in den vergangenen Jahren zwei zentrale Probleme: Zum einen verzögerte sich der Bau neuer Einrichtungen, zum anderen – und das wiegt noch schwerer – fehlt es an ausreichend Fachpersonal.

Im Kita‑Jahr 2023/24 blieben rund 67 vorhandene Plätze unbesetzt, weil das nötige Personal fehlte. Etwa 50 Kinder erhielten deshalb keinen Betreuungsplatz. Eltern – etwa aus der Oedekovener Kita „Sterntaler“ -berichteten von wochenweisen Reduzierungen der Betreuungstage, was die Familien stark belastete.

Auch landesweit ist die Lage angespannt: Im aktuellen Ausbildungsjahr blieben in NRW rund 4.000 Ausbildungsplätze für Erzieherinnen und Erzieher unbesetzt. Das verschärft den Fachkräftemangel weiter .

Potenziale

Die Gemeinde Alfter nutzt bereits PIA (praxisintegrierte Ausbildung) – eine bezahlte, praxisnahe Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher. Als Kommune können wir PIA jedoch nur in unseren eigenen Kitas anbieten, nicht in Einrichtungen fremder Träger.

Aber auch Alltagshelferinnen und -helfer bieten Potenzial. Sie übernehmen nicht-pädagogische Aufgaben wie hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Unterstützung bei Pflege und Hygiene sowie organisatorische Arbeiten. So werden die Fachkräfte entlastet und gewinnen Zeit für pädagogische Aufgaben.

Fazit und Ausblick

Wir setzen auf vorausschauende Bedarfsanalysen, enge Zusammenarbeit mit Trägern und Ausbildungsstätten sowie flexible, familienfreundliche Arbeitsmodelle. Ergänzend sollen Anreize für Erzieherinnen und Erzieher, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der gezielte Einsatz von PIA und Alltagshelferinnen und -helfern die Personalsituation in Alfter verbessern. Uns ist es wichtig, den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für alle Kinder zu erfüllen und Familien verlässlich zu unterstützen.

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